Welche Sonnencreme ist die richtige?


Auf diese Angaben kommt es an
Welche Sonnencreme ist die richtige?
AePatt Journey/Shutterstock.com

Wer unbeschwert die ersten Sonnenstrahlen genießen möchte, sollte dabei an den passenden Sonnenschutz denken. Die vielen Angaben auf der Flasche helfen dabei, das richtige Produkt für den individuellen Hauttyp zu finden. Aber auf was kommt es denn nun an?

Ausgangswert Eigenschutzzeit

Ganz schutzlos ist die Haut der Sonnenstrahlung nicht ausgeliefert: Die Haut verfügt dafür über natürliche Mechanismen, wie etwa die Einlagerung von Pigmenten („braun werden“), die je nach Hauttyp unterschiedlich ausgeprägt sind. Sie sind die Grundlage für die individuelle Eigenschutzzeit, die aussagt, wie lange man sich ohne Schutz der Sonne aussetzen kann. Während die Eigenschutzzeit bei sehr hellen Hauttypen bereits nach 10 Minuten endet, beträgt sie bei dunklen Hauttypen bis zu 45 Minuten. Wer länger in der Sonne bleiben will, benötigt Sonnencreme, um sich zu schützen.

Von Lichtschutzfaktoren und Schutzklassen

Bei der Auswahl des passenden Sonnenschutzes helfen die unterschiedlichen Angaben auf der Verpackung:

Der Lichtschutzfaktor, kurz LSF, ist die prominenteste Zahl auf der Flasche. Er ist ein Maß dafür, wie stark ein Produkt die Haut vor Sonnenbrand schützt, genauer, um welchen Faktor das betreffende Produkt die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Lichtschutzfaktor mal Eigenschutzzeit ergibt dann die Zeit, die man sich in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Als Rechenbeispiel: Wer sehr helle Haut hat, verlängert seine Schutzzeit durch eine Sonnencreme mit LSF 6 gerade mal auf sechzig Minuten. Eine Sonnencreme mit höherem LSF ist dann sicher sinnvoller.

Relativ neu ist die Angabe der Schutzklasse. Sie soll die etwas unhandlichen Zahlen des Lichtschutzfaktors griffiger gestalten. Dafür wurden die Lichtschutzfaktoren von 6 bis 50+ in vier Kategorien eingeteilt, aus denen sich der Grad der Schutzwirkung (von niedrig bis sehr hoch) auf einen Blick erkennen lässt:

  • Als niedrig gekennzeichnet werden schwächsten heute erhältlichen Produkte mit LSF 6 bis 10. Sie eignen sich nur für wenig sonnenempfindliche Typen oder einen kurzen Aufenthalt in der Sonne.

  • Die Schutzklasse mittel gibt schon etwas länger Schutz, sie beinhaltet LSF von 15 bis 25.

  • Mit hoch sind die meisten Mitteleuropäer gut bedient, in diese Schutzklasse werden Produkte mit LSF 30 bis 50 eingeordnet.

  • Sehr hoch bezeichnet den stärksten Sonnenschutz mit einem LSF über 50, dieser eignet sich besonders für Kinder und sehr hellhäutige Personen.

Noch mehr Angaben

Sonnenbrand entsteht vorwiegend durch die UV-B-Strahlung der Sonne. Allerdings kann auch die langwellige UV-A-Strahlung Schäden in der Haut verursachen. Erreicht der Schutz gegen UV-A-Strahlung eines Sonnenschutzmittels, wie empfohlen, ein  Drittel seiner UV-B-Schutzwirkung, so darf es sich noch mit einem zusätzlichen Symbol schmücken, den Buchstaben UVA in einem schwarzen Kreis.
Weitere Kriterien sind etwa eine wie erhöhte Wasserfestigkeit oder besonders gute Hautverträglichkeit.

Für alle Produkte gilt: Die versprochene Wirkung wird nur erreicht, wenn die Cremes und Sprays richtig aufgetragen werden. Wichtig ist, beim Eincremen nicht zu sparen und regelmäßig nachzucremen. Außerdem sollte der Sonnenschutz eine halbe Stunde vor Beginn des Sonnenbaden aufgetragen werden, damit er Zeit hat, seine Wirkung zu entfalten.

Quelle: PTA heute 06/2020

Unsere Partnerapotheken


Unser starker Partner

News

Nahrungsergänzung im Blick: Vitamin D
Nahrungsergänzung im Blick: Vitamin D

Sinn oder Unsinn?

Der Sommer steht vor der Tür – ideale Voraussetzungen also, um die Vitamin D-Speicher des Körpers zu füllen. Denn die Sonne hilft dem Körper, das Vitamin selbst herzustellen.  Wer sich darauf nicht verlassen will, hilft mit Nahrungsergänzungsmitteln nach. Doch ist das überhaupt notwendig?   mehr

Coronagefahr aus der Toilette?
Coronagefahr aus der Toilette?

Belastete Lüfte

Wo sich Menschenmengen sammeln, ist das Risiko einer Corona-Ansteckung erhöht. Doch jetzt wurde ein neues, eher einsames Risikogebiet identifiziert: Offenbar kann man sich auch auf dem stillen Örtchen das Virus einfangen.   mehr

Was tun bei einem Behandlungsfehler?
Was tun bei einem Behandlungsfehler?

Falsche Diagnose, falsche Therapie

Ärzte sind auch nur Menschen — und machen Fehler. Doch was ist zu tun, wenn ein Patient den Verdacht hat, falsch behandelt worden zu sein? Lesen Sie, wie und wo Betroffene im Falle eines möglichen Behandlungsfehlers Hilfe bekommen.   mehr

13 Schlaf-Mythen unter der Lupe
13 Schlaf-Mythen unter der Lupe

Von Bier bis Sport

5 Stunden Schlaf reicht für Erwachsene, unruhig schlafen ist ungesund, ein Bierchen am Abend lässt besser schlafen – was ist dran an diesen und anderen beliebten Schlaflegenden? Ein Expertenteam schafft Klarheit.   mehr

Blasen vorbeugen und behandeln
Blasen vorbeugen und behandeln

Wenn der Schuh drückt

Ob nach einer langen Wanderung oder einem ausgiebigem Shoppingtrip – Blasen entstehen schnell und sind oft schmerzhaft. Das sind die besten Tipps, um Blasen vorzubeugen oder sie schnell wieder zum Abheilen zu bringen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ratgeber Thema im Juli

Fieber bei Babys und Kleinkindern

Fieber bei Babys und Kleinkindern

Richtig messen, richtig reagieren

Auch wenn Fieber im Kindesalter häufig vorkommt, ist für Eltern der fiebernde Nachwuchs jedesmal wie ... Zum Ratgeber
Sonnen-Apotheke
Inhaber Michael Körner
Telefon 037347/12 14
E-Mail info@sonnenapo-baerenstein.de